25.11.2021 | NRW-News 46-Jähriger ermordet besten Freund: Lebenslange Haft

Ein Mann aus Essen bringt seinen besten Freund um. Im Prozess spricht er von Notwehr. Jetzt ist er verurteilt worden.

Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht befinden.
Foto: Bernd Thissen/dpa Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht befinden.

Essen (dpa/lnw) - Nach einer tödlichen Messerattacke ist ein 46 Jahre alter Mann aus Essen am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte war laut Urteil am 14. April 2021 mit einem Hammer und einem Messer auf seinen besten Freund losgegangen. Die Ärzte hatten später elf Stiche in Bauch und Oberkörper gezählt. Das Opfer hatte keine Chance. Hintergrund der Bluttat soll ein Streit um Geld gewesen sein. Der Angeklagte selbst hatte im Prozess am Essener Landgericht von Notwehr gesprochen. Das sahen die Richter jedoch anders.

Laut Urteil hatte das spätere Opfer dem deutschen Angeklagten 31.000 Euro zur Aufbewahrung gegeben. Als der ebenfalls 46-Jährige sein Geld zurückgefordert habe, sei er ermordet worden. «Wir sind überzeugt, dass der Angeklagte das Geld für sich verbraucht hatte», sagte Richter Jörg Schmitt bei der Urteilsbegründung.

Der Angeklagte habe seit Jahren über seine Verhältnisse gelebt und sei komplett überschuldet gewesen. Um die 31.000 Euro nicht zurückzahlen zu müssen, habe er sich entschlossen, seinen Freund zu töten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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