17.11.2021 | NRW-News Studie: Zweijährige können lernen, sich abzulenken

Fahnen der Ruhr Universität Bochum.
Foto: picture alliance / dpa Fahnen der Ruhr Universität Bochum.

Bochum (dpa) - Kleinkinder können ihre Emotionen zum Beispiel in Wartesituationen durch Beschäftigung regulieren und sich dabei die nötige Strategie von ihren Eltern und auch Fremden abschauen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Uni Bochum mit 96 Zweijährigen, die am Mittwoch in der Zeitschrift «Child Development» veröffentlich wurde.

Die Forscher um Johanna Schoppmann ließen Kinder drei Minuten lang auf ein Geschenk oder Süßigkeiten warten. Während die eine Gruppe in dieser Situation alleingelassen wurde, konnten die anderen Kinder Mitglieder des Forscherteams beim Warten beobachten. Dazu machten die Erwachsenen ihnen vor, wie sie sich mit aktivem Spielen ablenkten. «In dieser Situation zeigte sich, dass die Kinder, die eine erwachsene Person beim Warten beobachtet hatten, sich selbst mehr ablenkten als die Kinder, die niemanden beim Warten beobachtet hatten», so Autorin Schoppmann.

Laut Mitteilung der Uni Bochum können Kleinkinder ihre negativen Emotionen in dem Alter noch nicht regulieren. Wenn Zweijährige also warten müssen, entstehen stressige Situationen. Eltern kennen das zum Beispiel vor der Supermarktkasse.

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