03.08.2022 | Service Darum wird vielen im Auto hinten schlecht

Urlaubszeit ist Reisezeit und viele fahren mit dem Auto in den Urlaub und natürlich auch wieder zurück. Für viele ein Alptraum, denn sie leiden unter Reiseübelkeit. Wie ihr bei der nächsten langen Autofahrt die Übelkeit auf den Rücksitzen vermeiden könnt, lest ihr hier.

Eine optimale Sitzauswahl kann nach Angaben von Medizinern der Reiseübelkeit vorbeugen. Reisende, die häufig über Schwindel, Kopfschmerzen oder Erbrechen klagen, sollten die vorderen Sitze mit Blick in Fahrtrichtung auswählen, sagte Burkhard Rieke vom Centrum für Reisemedizin. 

Warum wird einem beim Autofahren schlecht?
„Von dort fehlt der Blick nach vorn, wo man die Bewegung besser wahrnehmen kann. Dadurch kommt es zu einer Diskrepanz zwischen dem Gleichgewichtssinn und der visuellen Orientierung“, 

erklärt Andreas Lackner von der Med-Uni Graz. Gerade jüngere Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren leiden häufig an der sogenannten Kinetose, der Reisekrankheit. Viele müssen sich dann auch übergeben.

Was hilft bei Reiseübelkeit?

Verzichten sollten die Betroffenen während der Fahrt auf Lesen, Malen und Spielen. Dagegen könne Ablenkung durch Musik helfen. Weitere Maßnahmen sollten mit dem Hausarzt besprochen werden: Armbändchen, die auf den gegen Übelkeit wirksamen Akupressur-Punkt am Unterarm einwirken oder Pflaster, die das vegetative Nervensystem dämpfen. 

Nach Angaben der Mediziner verfehlen auch spezielle Medikamente nicht ihre Wirkung gegen Reiseübelkeit und Erbrechen. Diese können aber erheblich müde machen und die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Klug ist es außerdem, eine leichte oder fettarme Mahlzeit vor der Autofahrt zu essen, wie zum Beispiel Obst oder Joghurt. Denn ein leerer Magen rebelliert während der Fahrt genauso wie ein voller Magen. Während der Fahrt können Kaugummis, Bonbons und Traubenzucker für Ablenkung sorgen.