Zum Hauptinhalt springen

Teilen:

NRW-Städte helfen beim Wiederaufbau in Israel

Nach dem Überfall der Hamas auf Israel Anfang Oktober mussten viele Menschen ihre zerstörten Wohnorte nahe dem Gazastreifen verlassen. Aus NRW kommt vielfältige Unterstützung für sie.

Ashkelon nach dem Hamas-Großangriff auf Israel Ilia yefimovich/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppen vom 7. Oktober auf Israel sind dort mehrere Hilfsprojekte mit Unterstützung nordrhein-westfälischer Kommunen angelaufen. Die NRW-Landesregierung stellt insgesamt 400 000 Euro zur Verfügung, um kommunale und zivilgesellschaftliche Projekte zum Wiederaufbau in den betroffenen israelischen Kommunen nahe dem Gazastreifen zu fördern.

Hilfe für Kinder, Unis, Schulen und Schwimmer

So hilft die Stadt Essen etwa beim Aufbau einer Notunterkunft für Geflüchtete auf dem Campus Givat Havivas, wie aus einer Übersicht der Staatskanzlei hervorgeht. Dort befänden sich derzeit 260 evakuierte Israelis, unter ihnen Familien aus Ashkelon und anderen Orten nahe dem Gazastreifen. Für die Kinder und Jugendlichen werden dort mit Hilfe aus Essen ein Kindergarten und Freizeitangebote arrangiert.

Mit Unterstützung der Stadt Bochum werden die Aktivitäten des Sapir College Entrepreneurship Center in Sderot wiederbelebt. Köln stellt für die Ausweichquartiere der School of Audio & Visual Arts technische Ausstattung für die Studierenden der Fachbereiche Animation und Dokumentarfotografie bereit.

Der Kreis Gütersloh unterstützt eine Schule, die 90 Schüler aus Gebieten am Gazastreifen aufgenommen hat und nun Container für den Unterricht braucht. Die Stadt Düsseldorf und die dortige Jüdische Gemeinde haben für eine Woche 40 junge Schwimmsportler eingeladen, die nicht mehr in ihrer Halle am Gazastreifen trainieren können.

Im Kulturbereich werden Konzerte des Israel Symphony Orchestra (ISO) und des Sinfonieorchesters Münster (SOM) an verschiedenen Orten Israels für vom Krieg betroffene Menschen organisiert. Weitere Projekte würden derzeit angebahnt, hieß es. Dazu zähle ein ärztlicher Fachaustausch zur Einrichtung einer Klinikabteilung für Verbrennungsopfer.

Aufruf zu weiterer Hilfe

«Kommunen und Initiativen füllen durch ihre Solidaritätspartnerschaften unsere Freundschaft mit Israel im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben», sagte der Minister für Europa und Internationales, Nathanael Liminski. «Wo Terroristen jüdisches Leben auslöschen wollten, wird Nordrhein-Westfalen helfen, es wieder zum Blühen zu bringen».

Liminski rief weitere NRW-Kommunen dazu auf, sich an dem Partnerschaftsprojekt zu beteiligen. Konkret gehe es darum, langfristige und nachhaltige Partnerschaften zu begründen. In NRW unterhalten den Angaben zufolge etwa 30 Städte und Gemeinden eine Partnerschaft in Israel.

Terroristen hatten am 7. Oktober im Auftrag der Hamas ein verheerendes Massaker an Hunderten Zivilisten in Israel angerichtet. Seitdem führt Israel Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen. Bei dem Überfall auf Israel waren damals auch mehr als 250 Menschen als Geiseln genommen und in den Gazastreifen verschleppt worden. Einige davon wurden inzwischen freigelassen.

© dpa-infocom, dpa:240212-99-956675/2

Das könnte dich auch interessieren