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Plattform zeigt Beteiligungsmodelle für Windenergieprojekte

Neue Windräder scheitern nicht selten am Widerstand vor Ort. In NRW sollen finanzielle Beteiligungen der Bürger und Gemeinden am Profit und eine Informationsoffensive die Akzeptanz steigern.

Gemeinden sollen von Windenergie profitieren Thomas Banneyer/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) - Eine «Transparenz-Plattform» soll Bürger, Gemeinden und Projektträger über passgenaue Beteiligungsmodelle für Windenergie-Vorhaben informieren. Die bundesweit einzigartige digitale Arbeitsgrundlage sei nun an den Start gegangen, sagte NRW-Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) am Donnerstag in Düsseldorf.

Die Plattform sammelt Daten und Informationen zu bereits vereinbarten Beteiligungsmodellen und stellt sie öffentlich zur Verfügung. Sie ist Teil des Bürgerenergiegesetzes, das der Landtag im Dezember verabschiedet hatte. Dort wurde festgelegt: Wer in Nordrhein-Westfalen eine neue Windenergie-Anlage baut oder eine Anlage vollständig erneuert («Repowering»), muss Anwohner und umliegende Gemeinden am Profit beteiligen.

«Beim beschleunigten Ausbau der Windenergie setzen wir auf die Akzeptanz der Menschen», sagte Neubaur. Die neue Plattform sei ein entscheidendes Instrument dafür.

Auf einer interaktiven Karte können Projekt-Informationen wie Standort, Anlagentyp oder Art der Vereinbarung abgerufen werden. Dargestellt wird auch der Umkreis von 2500 Metern um die Turmmitte einer Windenergieanlage. Alle Gemeinden, deren Gebiet sich zumindest teilweise innerhalb dieses Radius befinden, gelten als beteiligungsberechtigt.

© dpa-infocom, dpa:240404-99-559580/2

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