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Streit um Gehege für Waschbären vor Verwaltungsgericht

Sind Waschbären Kleintiere wie Hunde und Katzen? Um diese Frage dreht sich ein Streit vor dem Verwaltungsgericht Minden.

Waschbärenjunge unterm Dach Britta Pedersen/dpa

Minden (dpa/lnw) - Sind Waschbären Kleintiere wie Hunde und Katzen? Um diese Frage dreht sich ein Streit vor dem Verwaltungsgericht Minden. Verhandelt wird am kommenden Mittwoch (6.3.), wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Die Klägerin, eine Tierretterin aus Beverungen im Kreis Höxter, will aus einer bislang für Pferde genutzte Scheune einen Stall für Waschbären machen. Der Kreis hatte einen Vorbescheid für die Bauplanung allerdings abgelehnt. Begründung: Bei der Haltung der Tiere handele es sich nicht um eine in einem Dorf zulässige Kleintierhaltung.

Die Klägerin wundert sich und führt an, dass Waschbären wie Hunde und Katzen Kleintiere im Sinne des Gesetzes seien. Der einzige Unterschied: Sie seien hier nicht heimisch. Die Wildtiere stammen ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika und breiten sich als sogenannte invasive Art seit über 70 Jahren in Deutschland aus.

Beim Einreichen der Klage im Jahr 2020 hatte die Tierretterin angegeben, 26 Waschbären, mehrere Minischweine, Füchse und Nasenbären zu beherbergen. Die Tiere seien ihr zum Teil von der Polizei nach Unfällen im Straßenverkehr gebracht worden. Sie würde sich um verletzte und bedrohte Tiere kümmern.

© dpa-infocom, dpa:240229-99-167200/3

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