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Weniger Kommunionkinder in NRW

Am Sonntag ist wieder «Weißer Sonntag», in der katholischen Kirche traditionell der Tag für die gemeinsame feierliche Erstkommunion der Kinder. Doch ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren gesunken.

Erstkommunion Caroline Seidel/dpa

Köln (dpa/lnw) - Die Zahl der Kommunionkinder in den katholischen Pfarrgemeinden in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Im Bistum Münster etwa gingen im vergangenen Jahr 13.128 Kinder zur Erstkommunion, zehn Jahre zuvor, im Jahr 2013, waren es noch 17.252.

Im Erzbistum Paderborn ging die Zahl der Kommunionkinder von 2013 bis 2022 von 12.757 auf 9.790 zurück. Im Erzbistum Köln, dem größten deutschen Bistum, verringerte sich die Zahl von 16.023 im Jahr 2013 auf 14 096 im Jahr 2022. Im Bistum Aachen wurden 2022 6794 Erstkommunionen gezählt, 2013 waren es noch 8326. Das Bistum Essen registrierte im vergangenen Jahr 4252 Kommunionkinder im Vergleich zu 5475 im Jahr 2013. Diese Zahlen teilten die jeweiligen Bistümer auf Anfrage mit.

Der Rückgang vollzog sich parallel zu einem drastischen Mitgliederschwund. So traten allein im vergangenen Jahr in NRW 197.012 Menschen aus der katholischen und evangelischen Kirche aus. 2022 waren es 223.509 Austritte, im Jahr davor 155.322.

Bei der Erstkommunion empfangen katholisch getaufte Kinder zum ersten Mal die heilige Kommunion. In der Hostie ist nach katholischer Auffassung Jesus Christus gegenwärtig. Das Weiß der Erstkommunion-Kleider ist ein Zeichen der Reinheit. In manchen Gemeinden tragen darum alle Kommunionkinder weiße Kutten. Traditionell ist der erste Sonntag nach Ostern, der «Weiße Sonntag», der Tag der Erstkommunion.

© dpa-infocom, dpa:240403-99-546395/2

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