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Führerschein, E-Auto-Kauf & Co.: Das ändert sich 2024 für Autofahrer in NRW

Das Jahr 2023 neigt sich bald dem Ende zu und das kommende Jahr bringt neue Regelungen mit sich. Was Autofahrer zum Jahreswechsel wissen müssen, lest ihr hier.

Autos Verkehr Foto: scharfsinn86/ Adobe Stock

Wichtige Änderungen und Neuerungen für Autofahrer treten 2024 in Kraft. Wie es auf NRWs Straßen im neuen Jahr aussieht, haben wir hier zusammengefasst. 

CO2-Steuer steigt

Die von der Koalition geplante stärkere Anhebung des CO2-Preises schlägt nach Angaben des ADAC auch auf die Spritpreise durch. Der Liter Benzin werde sich dadurch um 1,4 Cent verteuern. Insgesamt erhöhe sich der Literpreis einschließlich der bereits beschlossenen Anhebung von 2023 auf 2024 um rund 4,3 Cent, berichtete der Verkehrsclub.

Diesel-Fahrer müssen mit zusätzlichen 1,6 Cent gegenüber den ursprünglichen Planungen rechnen, so dass sich der Liter Diesel um rund 4,7 Cent gegenüber 2023 verteuern dürfte

ADAC-Sprecherin

Der CO2-Preis sollte zum 1. Januar 2024 von 30 auf 40 Euro je Tonne steigen. Jetzt soll er auf 45 Euro angehoben werden. Dass der CO2-Preis dazu genutzt werde, Haushaltslücken zu stopfen, bezeichnete der ADAC als schwierig. Angesichts des zu erwartenden weiteren Anstiegs des CO2-Preises würden die Spielräume für die Rückerstattung an die Bürger durch das Klimageld weiter verringert.

Weniger Geld für E-Auto-Kauf

Mit Ablauf des 17. Dezember 2023 können keine neuen Anträge mehr für den Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestellt werden, wie das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium mitteilte. Bereits zugesagte Förderungen sind nicht betroffen und werden gezahlt. Anträge, die noch bis einschließlich 17. Dezember 2023 beim Bafa eingegangen sind, werden in der Reihenfolge ihres Eingangs weiterbearbeitet. Bei den Fördersätzen handelte es sich jeweils um den Bundesanteil der Umweltbonus-Förderung inklusive der Innovationsprämie.

Fahrtauglichkeitscheck für Senioren

Das ist in einigen EU-Ländern bereits üblich: In Zukunft könnte es sinnvoll sein, dass Fahrer über 70 ihre Fahrtauglichkeit alle fünf Jahre überprüfen lassen. 2024 plant die EU eine Überarbeitung der Führerscheinvorschriften. Infolgedessen könnte es einfacher sein, in allen Mitgliedstaaten Fahrsicherheitsprüfungen oder Wiederholungskurse einzuführen. Es ist momentan unklar, ob und inwieweit dies auch in Deutschland praktiziert wird und wie ein solcher Überprüfungsprozess aussehen könnte. Außerdem soll die Reform für Fahranfänger die Möglichkeit geben, im Ausland mit einem Begleiter zu fahren.

Alpine-Symbol auf Reifen Pflicht

Ab dem 1. Oktober 2024 werden nur noch Reifen mit dem "Alpine-Symbol" als Winterreifen anerkannt, berichtet der ADAC. Es besteht aus einem Berg und einer Schneeflocke. Dies trifft auch auf Ganzjahresreifen zu. Ab diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr gestattet, Reifen mit nur einer "M+S"-Kennzeichnung bei winterlichen Straßenbedingungen zu fahren.

Blackbox im Auto

Der Event Data Recorder (EDR) soll in Fahrzeugen installiert werden und Daten aufzeichnen, so der ADAC. Der EDR kann nach einem Unfall ähnlich wie eine Flugzeug-Blackbox ausgewertet werden. Die Aufzeichnung wird nur während eines Unfalls durchgeführt und auch nur für eine kurze Dauer von fünf Sekunden vor und 300 Millisekunden nach dem Unfall. Die Daten können für die Rekonstruktion von Unfällen oder die Verbesserung der Fahrzeugsicherheit nützlich sein. Ab Juli 2024 sind alle neu zugelassenen Pkw- und Nutzfahrzeuge der Klassen M1 und N1 verpflichtet, den Recorder zu verwenden.

Atemalkohol-Kontrollgerät in Autos

Ein sogenannter "Alcolock" erfordert eine Atemkontrolle, die mit den Prüfgeräten der Polizei vergleichbar ist, bevor man losfährt, berichtet Autobild. Falls die Sensorik feststellt, dass der Fahrer die gesetzlich definierte Promillegrenze überschreitet, verweigert sie die Erlaubnis zur Fahrt. Zunächst geht es lediglich um die Option, ein solches Gerät anzuschließen. In einigen Ländern ist es möglich, dass das Gericht solche Geräte auferlegen kann, wenn der Fahrer bereits unter Alkoholeinfluss gefahren ist. In Deutschland gibt es noch keine solche Situation. Es ist noch nicht vollständig ersichtlich, welche genaue Funktion die neue Schnittstelle für ein Atemalkohol-Kontrollgerät erfüllen soll. Es ist möglich, Taxis, Carsharing- oder Mietwagen mit einem solchen Gerät zu rüsten.

Fahrerassistenzsysteme werden Pflicht

Die Sicherheit beim Fahren wird durch Fahrerassistenzsysteme erhöht. Ab dem 7. Juli 2024 müssen einige davon für neu zugelassene Fahrzeuge erfüllt werden, berichtet der ADAC. Zu den Funktionen gehören ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent, Notbremslicht, Rückfahrassistent, autonome Notbremsassistenzsysteme für Hindernisse und andere Fahrzeuge, Notfall-Spurhalteassistent, ein Müdigkeits-Warnsystem und die zuvor genannte Vorrichtung zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre (Alkolock).

Führerschein-Umtausch

Gleich im Januar besteht eine bedeutende Frist: Alle Inhaber von Auto- und Motorradführerscheinen, die zwischen 1965 und 1970 geboren wurden, können ihre Führerscheine am 19. Januar 2024 umtauschen. Die zweite Voraussetzung besteht darin, dass ihr derzeitiger Führerschein vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde. Um eine Überforderung der Ämter zu vermeiden, werden die Dokumente jedes Jahr umgetauscht. Wer seinen Führerschein aus grauem oder rosa Papier noch nicht in eine neue Plastikkarte umgewandelt hat, sollte nun einen Termin vereinbaren. Für alle, die nach 1971 geboren wurden, endet die folgende Frist am 19. Januar 2025. Es ist möglich, den alten Führerschein freiwillig im Bürgeramt zu tauschen. Wer bei einer Überprüfung nur das abgelaufene Papier vorzeigt, muss eine Geldstrafe leisten. Die neuen Führerscheine werden automatisch ausgestellt.

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