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So werdet ihr laut Forschung dauerhaft glücklich

Glück in der Liebe, Glück bei einer Prüfung oder auch Glück mit der Gesundheit - nach Glück strebt einmal jeder in seinem Leben. Der Forscher Karlheinz Ruckriegel erklärt, wie wir dauerhaft glücklich werden können. Die Antworten dazu lest ihr hier.

Glück Lifestyle Foto: karepa/ Adobe Stock

Glück wird als das ultimative Ziel menschlichen Handelns betrachtet. Wenn wir glücklich sind, heißt das meistens, dass unser Leben gut verläuft und erfüllend ist. Somit ist Glück ein zentraler Indikator für eine hohe Lebensqualität. Eine glückliche Person erlebt häufig positive Gefühle und hat daher seltener negative Gefühle. Doch wie erreicht man Glück – und was weiß die Forschung darüber?

Wie wird man dauerhaft glücklich?

Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel ist Glücksforscher und beschäftigt sich mit Glück und dessen Bedeutung im Leben. Er betont, dass Glück das ultimative Ziel menschlichen Handelns ist und dass subjektives Wohlbefinden ein zentraler Indikator für ein gutes Leben ist. Die Glücksforschung ist interdisziplinär und bezieht Psychologen, Soziologen, Ökonomen, Neurobiologen und Mediziner ein. In seiner Arbeit hebt Ruckriegel die Bedeutung von gelingenden sozialen Beziehungen, psychischer und physischer Gesundheit, Engagement und sinnvoller Tätigkeit hervor. Zudem betont er, dass materieller Wohlstand das subjektive Wohlbefinden nur begrenzt steigert und dass Zeitmanagement und Dankbarkeit wichtige Faktoren für das Glücklichsein sind. Ebenso weist er darauf hin, dass eine aktive Freizeitgestaltung und das Erleben von Flow-Erlebnissen zum Wohlbefinden beitragen. 

Die medizinische Forschung zeigt, dass glückliche Menschen weniger krank werden, denn ihr Immunsystem ist nicht so belastet. Auch die Lebenserwartung von glücklichen Menschen steigt deutlich um fünf bis zehn Jahre.

Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel

Das sind die wichtigsten Glücksfaktoren

Die wichtigsten Glücksfaktoren sind:

  • Gelingende, liebevolle soziale Beziehungen: Partnerschaft, Familie, Freundschaften und Gemeinschaft sind entscheidend für das subjektive Wohlbefinden.
  • Psychische und physische Gesundheit: Ein gesunder Lebensstil und ein starkes Immunsystem tragen zum Glücklichsein bei.
  • Engagement und erfüllende Tätigkeit: Sinnvolle Ziele, sinnhafte Tätigkeiten und persönliches Wachstum sind wichtige Glücksfaktoren.
  • Zeitmanagement und Dankbarkeit: Ein bewusster Umgang mit Zeit, das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs und das Ausdrücken von Dankbarkeit tragen zur Steigerung des subjektiven Wohlbefindens bei.
  • Aktive Freizeitgestaltung und Flow-Erlebnisse: Eine aktive Freizeitgestaltung und das Erleben von Flow-Erlebnissen tragen zum Wohlbefinden bei.

Diese Faktoren werden als wesentlich für das Erreichen von Glück und Zufriedenheit im Leben betrachtet.

Macht Geld glücklich?

Die für viele bedeutsame Frage, ob Geld glücklich macht, ist komplex und wird in der Glücksforschung intensiv diskutiert. Studien zeigen, dass Geld bis zu einem gewissen Punkt das Wohlbefinden steigern kann, insbesondere wenn es dazu beiträgt, grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Gesundheitsversorgung zu decken. Allerdings gibt es auch eine sogenannte "Sättigungsgrenze", ab der zusätzliches Einkommen nur begrenzt zum subjektiven Wohlbefinden beiträgt. Die Glücksforschung betont, dass andere Faktoren wie soziale Beziehungen, sinnvolle Tätigkeiten, Gesundheit und persönliches Wachstum einen größeren Einfluss auf das Glücksempfinden haben können als rein materieller Wohlstand. Zudem kann der ständige Vergleich mit anderen und die Anpassung an steigende materielle Ansprüche dazu führen, dass zusätzliches Einkommen nicht zu einer dauerhaften Steigerung des Glücksempfindens führt.

Was kann jeder selbst tun, um glücklicher zu werden?

  1. Dankbarkeit: Das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs, in dem man regelmäßig positive Ereignisse oder Dinge festhält, für die man dankbar ist, kann dazu beitragen, die Sichtweise auf die Realität positiver zu gestalten.
  2. Zeitmanagement: Ein bewusster Umgang mit der eigenen Zeit, das Setzen sinnvoller Ziele und eine aktive Freizeitgestaltung können das Wohlbefinden steigern.
  3. Aktive Freizeitgestaltung: Das Erleben von Flow-Erlebnissen, also das völlige Aufgehen in einer persönlich herausfordernden Tätigkeit, kann zu einem gesteigerten Wohlbefinden beitragen.
  4. Engagement und sinnvolle Tätigkeit: Das Setzen und Verfolgen von sinnvollen Zielen sowie das Engagement in erfüllenden Tätigkeiten können das persönliche Wachstum fördern und zu einem höheren Wohlbefinden beitragen.
  5. Pflege von sozialen Beziehungen: Zeit mit nahestehenden Personen verbringen, liebevolle Beziehungen pflegen und sich aktiv in sozialen Netzwerken engagieren können das subjektive Wohlbefinden steigern.

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