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Sommermythen: Was stimmt und was stimmt nicht?

Um den Sommer, die Hitze und die Sonne ranken sich viele Mythen. Aber was ist dran an den Sprüchen? Ist es mittags wirklich am heißesten und kann man nach dem Eisessen Wasser trinken? Wir haben die Antworten.

Termometer Lifestyle Foto: Pixabay / geralt

Mythos 1: Mücken lieben süßes Blut.

Falsch. Ob wir von Mücken gestochen werden oder nicht, liegt nicht am Blut oder dem Blutzucker. Forscher der “London School of Hygiene and Tropical Medicine” haben herausgefunden: Es liegt an den Ausdünstungen der Menschen. Also am Schweiß und am Körpergeruch. Ein Beispiel: Nachdem wir Alkohol getrunken haben, dünsten wir mehr aus als sonst und das lockt die Mücken an. Aber auch übergewichtige Menschen und Schwangere schwitzen mehr, also werden auch sie häufiger gestochen.

Mythos 2: Heiße Temperaturen schaden Laptop und Smartphone.

Stimmt. Im Sommer auf dem Balkon oder im Garten am Laptop arbeiten geht, aber bitte nicht in der prallen Sonne. Computerexperte Steffen Herget sagt: “Smartphones, Tablets oder Laptops sind nur bis zu einer Temperatur von 35 Grad ausgelegt. Werden die Geräte in der Sonne heißer, kann der Akku dauerhaft an Leistung verlieren und das Display geht im Zweifel auch kaputt.“

Ebenfalls keine gute Idee: Im Auto das Handy in eine Halterung an der Windschutzscheibe klemmen auch hier wird’s im Sommer zu heiß. Und: Auf gar keinen Fall ein Gerät in der prallen Sonne ans Ladekabel stecken. Im schlimmsten Fall kann der Akku anfangen zu brennen.

Mythos 3: Warme Temperaturen steigern die Lust auf Sex.

Stimmt. Wenn es warm wird produziert unser Körper weniger Stresshormone. Außerdem wird mehr Vitamin D produziert und damit auch mehr Serotonin – das Glücks- und Sexhormon. Zusätzlich haben unsere Augen im Sommer mehr nackte Haut zu sehen. Auch das regt im Gehirn die Lust an, sagt die repräsentative Umfrage eines Datingportals.

Mythos 4: Mittags ist es immer am heißesten.

Falsch und richtig. Rein von der Temperatur ist es nachmittags am heißesten. Meteorologe Kasten Brandt weiß: “Wir denken oft es sei zum Mittag heißer, weil die gefühlte Temperatur höher ist. Die Sonne ist auf ihrem höchsten Stand und knallt mit voller Kraft auf die Erde. Dadurch fühlt es sich, trotz 30 Grad im Schatten, in der prallen Sonne nach 45 oder 47 Grad an.“ Wenn die Sonne am Nachmittag tiefer steht, fühlen sich die Sonnenstrahlen, trotz gemessenen 36 Grad, nur noch nach 40 Grad an. Am gefährlichsten ist die Sonne aber trotzdem am Mittag. Dann können die Strahlen bis zu 800 Watt stark sein.

Mythos 5: Schwarze Kleidung sollte man im Sommer vermeiden.

Falsch. Schwarze Kleidung kann unsere Haut im Sommer sogar vor der Sonne schützen. Der dunkle Stoff absorbiert viel Sonnenlicht und das hilft gegen Sonnenbrand. Ein Märchen bleibt die Behauptung unter der schwarzen Kleidung würde es wärmer. Entscheidend ist nicht die Farbe, sondern die Dicke des Soffs.

Mythos 6: Nach einem Sonnenbrand wird man brauner.

Falsch. Und sogar gefährlich. Denn ein Sonnenbrand ist krebserregend und nichts für den Weg zur Sommer-Bräune. Sogar eine starke Bräune schädigt die Haut. Dermatologe Christoph Liebich empfiehlt: Immer einen hohen Lichtschutzfaktor auftragen, um die Haut vor Langzeitschäden zu schützen.

Mythos 7: Auch im Schatten wird man braun.

Richtig. Auch im Schatten gelangen die UV-Strahlen der Sonne auf die Haut, zwar wesentlich schwächer, aber auch so kann man braun werden. Christoph Liebich mahnt aber trotzdem zur Vorsicht, denn auch im Schatten kann man sich einen Sonnenbrand holen, wenn reflektierende Flächen wie zum Beispiel Wasser die Sonnenstrahlen auf sie Haut umlenken.

Mythos 8: Nach dem Eis essen sollte man kein Wasser trinken.

Falsch. Das ist ein Mythos, der sich seit Jahrzehnten hält. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist da aber nichts dran. Ernährungswissenschaftlerin Elisabeth Schulte sagt: Der Irrglauben kommt aus Zeiten in denen Wasser und Speiseeis noch nicht so qualitativ hochwertig waren. Heutzutage seien die Standards aber so hoch, dass Eis und Wasser keine Keime mehr enthalten und dadurch zu Bauchschmerzen führen.

Mythos 9: Um sich abzukühlen sollte man lieber etwas Warmes trinken.

Stimmt. Kalte Getränke sind im ersten Moment erfrischend, kühlen den Körper aber von innen drastisch runter. Dagegen kämpft der Körper mit mehr Wärmeproduktion an, um die Körpertemperatur zu halten. Besser ist laut Ernährungsexperten ein lauwarmer Pfefferminztee. Der erfrischt auch und bringt die Temperatur des Körpers nicht durcheinander.

Mythos 10: Man sollte an einem heißen Tag mindestens 3 Liter Wasser trinken.

Stimmt teilweise. Viel trinken ist wichtig – so viel ist klar. Pauschal zu sagen, dass 3 Liter Flüssigkeit reichen, geht aber nicht. Ernährungsexpertin Elisabeth Schulte sagt: “Pro Kilogramm Körpergewicht sollte man 300 Milliliter Wasser trinken.” Heißt, wer 85 kg wiegt sollte 3 Liter trinken. Bringt man mehr auf die Waage - heißt das auch mehr trinken. Und: Je heißer und je mehr man schwitzt – desto besser ist auch mehr Flüssigkeit.

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